Stadtplanungsamt Bremerhaven

Ziel und Inhalt
Der Flächennutzungsplan (FNP) ist nach dem Baugesetzbuch als vorbereitender Bauleitplan das Planungsinstrument zur langfristigen Steuerung der räumlichen Entwicklung der Stadt. Er wird unter Berücksichtigung der Ziele der Raumordnung aufgestellt.

Der Flächennutzungsplan regelt die Art der Bodennutzung nach Bauflächen, Flächen für öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Sportanlagen, Kultur- und Versorgungseinrichtungen, Verkehrsflächen sowie Grün- und Erholungsflächen, Landwirtschaft und Wald.

Eine neue Qualität erhält der FNP durch die Vorgaben des Bremischen Naturschutzgesetzes mit der Berücksichtigung des Landschaftsprogrammes und Einarbeitung in den FNP. Das Landschaftsprogramm stellt die Erfordernisse und Maßnahmen zur Verwirklichung der Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege in ihren Grundzügen auf der Ebene dieser räumlichen Planung dar. Ergänzend hierzu werden die festgesetzten Flächen zum Ausgleich bzw. Ersatz von Eingriffen in Natur und Landschaft im FNP dargestellt.

Planungen und sonstige Nutzungsregelungen nach anderen gesetzlichen Vorschriften werden in die Darstellung des FNP nachrichtlich übernommen. Hierzu zählen z.B. Wasserschutzgebiete. In Aussicht genommene Festsetzungen dieser Art werden als Vermerk ebenfalls im FNP dargestellt. Nachrichtliche Übernahmen und Vermerke sind nicht Bestandteil des FNP-Verfahrens und unterliegen nicht der kommunalen Abwägung.

Der FNP begründet noch keine Bauansprüche für die Grundstückseigentümer, er bindet aber die Gemeinde und andere öffentliche Planungsträger bei späteren Entscheidungen. Erst der Bebauungsplan schafft verbindliches Recht. Er ist aus dem Flächennutzungsplan zu entwickeln.

 

Flächennutzungsplanung aktuell